Pferde und Polosport

Robert Hettich hat sich innerhalb seines Schaffens schon immer besonders intensiv mit Pferden und der Landschaft auseinander- gesetzt. Im Polosport findet sich dies vereint: die grazille Linie der Pferde, ihre kraftvolle Bewegung, Ausdauer und Wendigkeit gepaart mit den Eindrücken der Landschaft, grüner Wiesen und dem Spiel des Wetters sowie des Lichts. Hier findet Hettich die Dynamik und Vielfalt, wonach er immer gesucht hat.
In seinen „Pferdebildern“ scheint Hettich geradezu in einem Repräsentationsfuror und Abbildungsrausch zu schwelgen. Einem Rausch, der in den Malprozess die ungestüme Kraft der Bewegung der Tiere aufnimmt. Aus eiligen Pinselhieben setzen sich die Pferdeporträts zusammen, äußerst souverän. Der Impressionismus der Erscheinung geht über in einen Expressionismus des Gefühls. Bewegungs- und Charakte- risierungskunst haben gleichermaßen Anteil an der großen Kraft des Bildes. Die ungestüme, undomestizierte Energie der Pferde findet ihren kongenialen Ausdruck in der vitalen Bildsprache. Dabei ist jeder Pinselstrich, aus denen sich die Porträts der Pferde zusam- mensetzen, mit großer Präzision, hoher Konzentration, äußerster Genauigkeit und traumwandlerischer Sicherheit gesetzt.